Mein Sheppy!

Mein Sheppy!
Мein allerbester Satchmo, 14 Jahre lang warst Du mein bester Freund. In der ersten Zeit waren wir immer zusammen, Tag und Nacht. Du hast mich kaum aus den Augen gelassen, wenn ich am Schreibtisch saß und Artikel redigiert habe. Mit wachen Augen hast Du gewartet, bis es wieder losging mit Action und Übungen. Etwas mit Deinen Menschen zu tun, Neues zu lernen, dass ging Dir über alles. Du warst eben ein Real Shepherd. Später hattest Du dann Deine Wochenend-Residenz bei mir auf dem Land. Manchmal haben wir lange Touren durch den Wald gemacht. Wir haben uns zwar nicht mehr jeden Tag gesehen – aber Du warst ein nicht wegzudenkender Teil meines Lebens. Mehr lesen

„Mit ins Boot gesprungen“

„Mit ins Boot gesprungen“
Ein Bewohner aus einer ehemaligen Flüchtlingsnotunterkunft in Hannover erzählt über die Beweggründe und Umstände seiner Emigration
Tarek stammt aus Syrien. Er ist in einer kurdisch geprägten Region aufgewachsen, dort, wo Anfang des Jahres 2018 die türkische Armee einmarschierte. Tarek floh im Jahr 2011 vor dem Krieg in Türkei. Fünf Jahre hat er dort gelebt und Computertechnologie studiert. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit Jobs als Übersetzer für Türkisch und Arabisch. „Die Lebensumstände in der Türkei waren nicht besonders gut“, sagt Tarek. Und in den Jahren 2015 und 2016 seien alle auf der Durchreise nach Deutschland gewesen. „In Deutschland ist das Leben einfacher, dort gibt es Hilfen“, habe man ihm gesagt: „Da bin ich mit ins Boot gesprungen“. Ursprünglich wollte er sich nach seinem Studium in der Türkei eine Arbeit suchen. Mehr lesen

Pepper Adams: Sie nannten ihn The Knife (Ein Musikerportrait)

Pepper Adams: Sie nannten ihn The Knife (Ein Musikerportrait)
Nur wenige Jazzmusiker haben sich an das Baritonsaxophon als Soloinstrument gewagt. Zu ihnen gehört Pepper Adams. Und er zählt zweifellos zu den besten Solisten, die der Jazz hervorgebracht hat. In den Saxophonsätzen größerer Orchester übernahm das Baritonsaxophon meistens die Basslinien. Wenn Pepper Adams es spielte, war nichts mehr von der Mühe zu spüren, die es kostete, dieses Instrument zu beherrschen. "Wir nannten ihn das Messer", hat der Bandleader Mel Lewis einmal über Pepper Adams gesagt, "denn sein Ton schnitt regelrecht in uns hinein. Und wenn er mit dem Spielen fertig war, hatte er uns alle auf unsere wahre Größe zurecht gestutzt." Mehr lesen

Dachbodenfund des Jahres: „Live Dates“ von Wishbone Ash

Dachbodenfund des Jahres: „Live Dates“ von Wishbone Ash

So manch alte Vinyl-Scheibe staubt noch auf Dachböden oder in den Regalen einer Abstellkammer vor sich hin, während der Zahn der Zeit längst unerbittlich an den musikalischen Vorlieben ihres einstigen Käufers genagt und sie dem Vergessen preisgegeben hat. Doch manchmal mag er sich wage an den Sound seiner Jugend erinnern, um schließlich, neugierig geworden auf das Alte, die Suche aufzunehmen. Und siehe da: Welche geniale Wiederentdeckung.

Meine jüngste Wiederentdeckung (und CD-Nachbestellung) war das Album „Live Dates“ der englischen Rockband „Wishbone Ash“. 1969 von Martin Turner und seinem Bruder Glen gegründet, hatte die Band schon einige recht erfolgreiche Studio-LPs auf den Markt gebracht, als sie 1973 mit einem – zu dieser Zeit für viele Gruppen obligatorischen ¬– Live-Album an den Start ging. Glen Turner war inzwischen schon nicht mehr dabei, gekommen waren Andy Powell und Ted Turner an den Lead-Gitarren – letzterer übrigens nicht verwandt mit Bassist Martin. Eigentlich hatte die Band einen Keyborder gesucht, sich dann aber nicht zwischen den Gitarren-Männern Ted und Andy entscheiden können, was sich schon bald als Glück erwies: Denn insbesondere das Zusammenspiel der beiden Lead-Gitarristen als Frontmen-Truppe hat den Sound von Wishbone Ash so unverwechselbar gemacht. Dabei ließ die Band gerade während ihrer Live-Auftritte so richtig die musikalische Sau raus, und daher gehört „Live Dates“ zum Besten, was Wishbone Ash im Laufe der Jahre produziert hat. Ein Muss für alle, die zu den Freunden des sogenannten Art-Rocks der 1970er Jahre gehören.

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Der Atheismus-Irrtum

Der Atheismus-Irrtum
Philosophische Ouvertüre des Turbokapitalismus
Gäbe es keine Religion mehr, so wären die wesentlichen Probleme der Menschheit gelöst, suggerieren Neoatheisten wie Richard Dawkins, Christopher Hitchens oder der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. Religionskritik ist hip. Zu denen, die sich eine bessere „Welt ohne Gott“ ausmalen, gehört auch die Schriftstellerin Karen Duve, die vor einiger Zeit in einem gleichnamigen Spiegelessay ihr neoatheistisches Bekenntnis ablegte: Über allem neukirchlichen Ringelpiez wie Familienfreizeiten und Motorradgottesdiensten, so Duve „dürfe man nicht vergessen, dass die Kirche über Jahrhunderte hinweg auf barbarische Weise Frauen unterdrückt, Minderheiten verfolgt und die Forschung behindert“ habe. Allein die intellektuelle Redlichkeit verböte es, einer Weltanschauung anzugehören, die sich die Welt gar nicht richtig anschaue, meint Karen Duve. Mehr lesen

Wohin jetzt mit dem Lutherkeks

Wohin jetzt mit dem Lutherkeks
Früher, als ich noch in der Stadt lebte, bin ich manchmal  in die evangelische Kirche um die Ecke gegangen. So geschah es auch an jenem Herbstsonntag im Oktober 2013. Als ich die Kirche betrat, merkte ich indes gleich, das irgend etwas anders war als sonst. Vor dem Regal mit den Gesangbüchern war beispielsweise ein Tisch aufgebaut, der den Griff zu den Büchern per se verhinderte. Stattdessen bekam ich von einer freundlich lächelnden Gemeindehelfern hinter dem Tisch ein kleines Heftchen in die Hand gedrückt. Außerdem bat man mich, doch in den ersten Bankreihen Platz zu nehmen, damit alle näher zusammen seien. Ich tat wie mir geheißen und schaute auf das Heftchen: „Jugendgottesdienst“ stand da in fetten Lettern. Au weia. Mir schwante Schlimmes. Aber um unauffällig das Weite zu suchen, war es jetzt schon zu spät. Da musste ich also durch. Pünktlich um zehn stand eine der nicht mehr ganz so jugendlichen Kirchenbesucherinnen auf und eilte zur Kanzel. „Hallo“, begrüßte sie die Anwesenden: „meine Name ist Soundso und ich heiße Sie im Namen des Kirchenvorstandes herzlich willkommen. Echt toll, dass Sie so zahlreich zu unserem Jugendgottesdienst erschienen sind. Ich will auch gleich an unsere Jugendlichen weitergeben, die diesen Gottesdienst heute vorbereitet haben.“ Von nun an steuerten also vier smarte Teennager das Geschehen. Als Einstand gab es statt Kyrie und Gloria erst einmal zwei mit der Gitarre begleitete Songs der Marke 80er-Jahre Kirchenpop. Bei dieser Musikgattung würde ich zuhause konsequent das Radio abdrehen. Aber eine solche Option schied hier ja aus. Mehr lesen

Der Sheppy, das Humpeln und das Liposarkom

Der Sheppy, das Humpeln und das Liposarkom
Über mich selbst zu schreiben, fällt mir nicht leicht. Ich habe immer die Schreiber bewundert, die aus ihren Gefühlen Kunst machen können. Meine eigenen Versuche in dieser Richtung fand ich eher peinlich – und ließ die Finger davon. Wahrscheinlich habe ich deswegen hier noch nicht über Sheppies Erkrankung vor jetzt etwa eineinhalb Jahren berichtet. Abschiednehmen stand im Raum. “Die Besten sterben früh”, hatte die Tierärztin gesagt. Das kam mir zu nah, darüber konnte ich nichts schreiben.
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„Sicheres Herkunftsland“

„Sicheres Herkunftsland“
Arben H.* aus Kosovo ist stinksauer. Die südserbische Provinz Kosovo – die sich im Jahr 2008 für unabhängig erklärte – gilt neben Albanien und Montenegro jetzt als sicheres Herkunftsland. So wurde es im Rahmen der neuen Asylgesetze Ende Oktober vom Bundestag beschlossen. Alle Asylanträge von Flüchtlingen aus dieser Region sollen im Eilverfahren in Erstaufnahmeeinrichtungen abgefertigt und die Betroffenen dann so schnell wie möglich zurück geschickt werden.

"Werden wir jetzt alle in Handschellen abgeführt wie Verbrecher?“

„Werden wir jetzt alle in Handschellen abgeführt wie Verbrecher?“, fragt Arben in perfektem Deutsch. Er befürchtet, jetzt in so ein Erstaufnahmelager verfrachtet zu werden. Das wird in seinem Fall erst einmal nicht passieren: Der Mann aus dem Kosovo ist bereits seit ungefähr einem Jahr wieder in Deutschland und hat einen Antrag bei der Härtefallkommission des Niedersachsen Landstags gestellt. Dort werden seine Integrationsleistungen und seine familiäre Verwurzelung in Deutschland geprüft. Kommt die Kommission zu einem positiven Ergebnis, kann Arben aller Voraussicht nach in Deutschland bleiben. Er hat Glück, dass sein Antrag überhaupt noch begutachtet wird. Allen Kosovo-Flüchtlingen, die seit Oktober nach Deutschland kommen, soll dieses Chance von vornherein verwehrt bleiben. Arben will weg von den Sozialleistungen und gleichzeitig seine Aussicht auf ein Bleiberecht verbessern. Deshalb sucht er seit Monaten verzweifelt nach einer Arbeit. Inzwischen hat er hat auch schon Firmen gefunden, die ihn einstellen wollten. Eine Arbeitserlaubnis wurde ihm jedoch nicht erteilt: Mal handelte es um Zeitarbeitsfirmen – Zeitarbeit ist Flüchtlingen nicht erlaubt – oder es gab bevorrechtigte Bewerber mit deutschem beziehungsweise EU-Pass. Arbens Ärger ist verständlich: Einerseits soll er sich integrieren, andererseits wird aber genau das durch die geltende Rechtslage erschwert. Mehr lesen

Hundetipps für Armutsbetroffene ungekürzt – exklusiv auf hund-um-hannover.de!

Zusammen mit den beiden Schuppen 68-Aktivisten Klaus-Dieter Gleitze und Hermann Sievers wirke ich für die Landesarmutskonferenz Niedersachsen an der NETZ, der Niedersächsischen Teilhabezeitung mit. Das Blatt bezieht Stellung zum Thema Armut und Soziales und wendet sich an sozialpolitische interessierte und nicht zuletzt auch an selbst von Armut betroffene Menschen. Die direkte Betroffenenbeteiligung wird dabei groß geschrieben. Was hat das jetzt mit Hunden zu tun? In jeder Ausgabe gibt es eine Rubrik „Tipps und Nützliches“, für die ich redaktionell zuständig bin. Und was liegt da näher, die vielen Hundehalter unter den Armutsbetroffenen auch einmal darüber zu informieren, wie sie trotz sehr knapper Kasse am besten mit ihren vierbeinigen Freunden über die Runden kommen. Leider gilt das Thema Hund unter tendenziell links-orientierten Zeitungsmachern anscheinend immer noch als äußerst uncool. Es entbrannte also ein heftige Diskussion darüber, wie viel Hund ein sozialpolitisch orientiertes Blatt vertrage. Bei Armut gäbe es andere Prioritäten als Haustiere, verkündete mein geschätzter Kollege Gleitze und handelte mich auf Hundetipps runter, die um die Hälfte des ursprünglich vorgesehen Umfangs gekürzt waren. Inzwischen hat er übrigens erkannt, wie brisant das Thema „Hunde und Armutsbetroffene“ derzeit ist und wie intensiv in der Szene gerade darüber diskutiert wird. Für die NETZ kam die Einsicht leider zu spät: der Beitrag wurde so kastriert, wie sonst nur die armen Hunde aus dem Tierheim. Und aus diesem Grund gibt sich Hund-um-Hannover nun die Ehre und bringt die Hundetipps ausschließlich hier und exklusiv in diesem Blog völlig ungekürzt! Voilà!

Tipps und Nützliches

Tiertafel in Linden sorgt für einen vollen Napf!

Die Arbeit ist weg, das Geld wird knapp – Sie fühlen sich mal wieder so richtig mies. Meistens schrumpft in so einer Situation dann auch noch der Bekanntenkreis erheblich zusammen. Einer jedoch geht mit Ihnen durch dick und dünn: Ihr Hund. Aber wenn das Budget ohnehin schon knapp ist, fällt es nicht leicht, die Kosten für den besten Freund des Menschen auch noch aufzubringen. Einen Mehrbedarf für Hunde gewährt das Jobcenter leider nicht. Obwohl doch bekannt ist, welche heilsame Wirkung Haustiere im Allgemeinen und Hunde im Speziellen auf das Wohlbefinden des Menschen haben. Wenn alles den Bach runter gegangen ist, gibt Ihnen wenigstens ihr Kumpel auf vier Pfoten Halt. Den auch noch abzugeben, das wäre wirklich das Allerletzte! Für diejenigen, die in und um Hannover wohnen, gibt’s wenigstens den täglichen Futternapf umsonst. In Hannover Linden existiert nämlich eine Tiertafel. Dort können sich Haustierbesitzer mit geringem Einkommen umsonst mit Tiernahrung eindecken. Und nicht nur Hundehaltern wird dort geholfen, auch die Besitzer von Katzen oder Nagern sind willkommen. Ein Einkommensnachweis oder eine HARTZ IV-Bescheinigung wird übrigens nicht gefordert. Lediglich einen Impfnachweis möchten Herr und Frau Brandt-Plömer sehen, die den Laden schon seit ein paar Jahren managen. Die Tiertafel hat jeden Montag und Donnerstag zwischen 14:00 und 18:00 Uhr geöffnet. Zu finden ist sie im Dunkelberggang 7 in 30449 Hannover-Linden.

Ermäßigung bei der Hundesteuer

Bei der Hundesteuer langen die Kommunen bekanntlich ordentlich zu. Es lohnt sich aber, in der zuständigen Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung nach einer Vergünstigung zu fragen. In Hannover zahlen Hundebesitzer regulär 132 Euro pro Jahr. Wer seinen Hund bereits hatte, als er oder sie in wirtschaftliche Not geraten ist, erhält eine Ermäßigung und muss nur 96 Euro berappen. Wer sich allerdings einen Hund anschafft, obwohl er bereits arm ist, kann nicht mit Nachlass rechnen. Das ist zwar ungerecht, derzeit aber allgemeine Praxis.

Das Recht auf Hund (oder Katze) – und was es kostet

Einmal abgesehen von Einschränkungen beispielsweise durch ein Verbot im Mietvertrag, hat jeder das Recht, ein Haustier zu halten. Das gilt natürlich auch für Menschen, die von HARTZ IV leben. Aber wer sich beispielsweise einen Hund anschaffen möchte, sollte sich vorher über die Kosten im Klaren sein. Neben Hundesteuer und Ernährungskosten muss in Niedersachsen eine Haftpflichtversicherung finanziert werden. Denn die ist Vorschrift und schlägt mit rund 50 bis 60 Euro jährlich zu Buche. Einen Preisvergleich finden Sie unter: http://www.hundeversicherung-check.de/ Außerdem verlangen die Behörden in Niedersachsen von sogenannten Neuhundehaltern einen Sachkundenachweis. Als Neuhundehalter gilt, wer nicht innerhalb der letzten zehn Jahre über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren einen Hund gehalten hat. Der Sachkundenachweis ist durch eine Theorie- und Praxisprüfung, den sogenannten Hundeführerschein, zu erbringen. Eine Liste der derzeit zugelassnen Prüfer finden Sie hier: http://www.politik-kultur.de/canidistan/wp-content/uploads/2015/03/hf-pru%CC%88fer1.pdf Die Kosten für die Prüfung liegen zwischen 80 und 130 Euro. Dazu kommen gegebenenfalls die Kosten für einen Kurs in der Hundeschule, denn Sie müssen mit Ihrem Hund ja vorher üben. Die Preise variieren zwischen 90 bis zum Teil knapp 200 Euro. Hier lohnt der Preisvergleich. Sie können natürlich auch allein mit Ihrem Hund pauken. Dafür sollten Sie sich aber zumindest ein hilfreiches Buch kaufen. Empfohlen wird: Der neue Hundeführerschein – leicht gemacht!: Vorbereitung auf die theoretische und praktische Prüfung zum Sachkundenachweis“ von Kristina Falke und Jörg Zimmer. Das Buch ist im zsr Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro.

„Gesunder Arbeitsmarkt“

In Hannover werden Sozialarbeiter knapp. Grund dafür sind die Flüchtlinge, die in den letzten Jahren in die Stadt und ins Hannoversche Umland kamen und für Integration, Orientierung und Alltagsbewältigung zumindest während der ersten Zeit professionelle Unterstützung brauchen. Es sind also vielerorts neue Flüchtlingsunterkünfte entstanden und zum Wirkungsort hannoverscher Sozialarbeiter geworden. Mehr lesen

Tsipras macht den Kotau

Tsipras macht den Kotau
Dass die neue Athener Regierung über kurz oder lang die weiße Fahne hissen würde, war zu erwarten. Beeindruckend ist allerdings, wie schnell die Tsipras-Truppe vor den Austeritätsforderungen der EU-Troika und ihres Mentors Wolfgang Schäuble eingeknickt ist. Es ist wahr, dass keine der möglichen Optionen Griechenlands, vom Schuldenschnitt bis hin zum Ausstieg aus dem Euro, schnell alle ökonomischen und sozialen Probleme gelöst hätte. Aber wahr ist auch: ein weiterer sozialer Kahlschlag, wie von Schäuble und Co gefordert, wird das Land auf längere Sicht nur noch mehr in die Krise stürzen. Die Ergebnisse solcher Strukturreformen unter Regie von IWF und Weltbank lassen sich in den gescheiterten Staaten Afrikas besichtigen: Operation gelungen, Patient tot. Fast alle Länder, die in den 1980er und 90er Jahren dieser ökonomischen Rosskur unterzogen wurden, befinden sich seit Langem in Auflösungsprozessen, zerfressen von Kriegen, Bürgerkriegen und Terrorismus. Mehr lesen

Über das Fasten und wozu es gut ist

Über das Fasten und wozu es gut ist
Heute beginnt die Fastenzeit – und alle machen mit. Na ja, nicht alle! Aber zumindest werden diese kommenden 40 besonderen Tage vor Ostern mittlerweile auch in unserer protestantisch geprägten Region wieder deutlicher wahrgenommen als früher. Das ist zumindest mein Eindruck. Ich stamme aus einem evangelischen Elternhaus und in meiner Kindheit und Jugend war nie vom Fasten die Rede. Mittlerweise existiert auch in der evangelischen Gemeinde meines Heimatortes eine Gruppe, deren Mitglieder sich im Rahmen der evangelischen Aktion „7 Wochen ohne“ über ihre Fastenerfahrungen austauschen. Feste Regeln gibt es dabei nicht. Jeder bestimmt selbst, worauf er in der vorösterlichen Zeit verzichten möchte: bei dem einen ist es der regelmäßige Fernsehabend, bei dem anderen sind es bestimmte Genussmitteln oder das gewohnte Konsumverhalten. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Mehr lesen

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