'Weinwelten'

Dez 02 2011

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Weinberatung: Wer kann es am besten?

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Guten Wein gibt es auch in Getränke-Discountern oder im Supermarkt. Das Problem besteht nur darin, ihn unter all dem Ungenießbaren zu finden. Weinblättchen hat bereits vor einiger Zeit einmal einige Tipps gegeben, worauf man beim Weinkauf im Supermarkt achten sollte. Wer jedoch eine spezielle Beratung braucht, sollte doch lieber gleich in den Fachhandel gehen. Auch dort findet man erschwingliche Tröpfchen und dazu meistens gleich noch jemand, der sich auskennt. Wo es die beste Beratung gibt, hat nun das Deutsche Institut für Service-Qualität bei sieben überregionalen Weinhandels-Filialisten im Rahmen von 70 verdeckten Testbesuchen geprüft.
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Aug 01 2011

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Trinken wir noch ein Tröpfchen! Wie gesund sind Wein und Alkohol?

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Nach wie vor streiten sich Wissenschaftler über die Frage, ob Alkohol rundherum zu verdammen sei, oder ein mäßiger Konsum nicht sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung habe. In einer neueren Studie der Weltgesundheitsorganisation werden im wesentlichen die negativen Effekte dieses Rauschmittels hervorgehoben. Dem widerspricht etwa Ulrich Keil vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin an der Universität Osnabrück. Seiner Auffassung nach kann sich ein Glas Wein oder Bier am Tag durchaus positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Keil resümiert: „Richtig sei einerseits, dass Alkoholmissbrauch massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen habe. Andererseits konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. Die WHO verteufele den Alkoholkonsum geradezu.” Keils Auffassung zufolge „führen 10 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag nicht nur zu einer verbesserten Lage des Herz-Kreislauf-Systems, sondern zu einer höheren Lebenserwartung insgesamt. Das bestätige auch eine kürzlich im British Medical Journal veröffentlichte Meta-Analyse, die auf 84 Studien aus vielen Ländern der Welt beruht. Klares Ergebnis: Das Risiko vieler Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei leichtem bis moderatem Alkoholkonsum um rund ein Viertel niedriger als bei Menschen, die gar keinen Alkohol trinken.“

Was aber ist nun dran an der Behauptung, insbesondere der mäßige Weinkonsum wirke sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Professor Giovanni de Gaetano von der Katholischen Universität Campobasso vertritt etwa die Auffassung, dass ein bis vier Gläser Wein am Tag bei Männern das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 30 Prozent senken würden. Frauen vertrügen weniger und erzielten den wünschenswerten Effekt mit etwa zwei Gläsern Wein pro Tag. Eine vergleichbare Wirkung von Bier hat Gaetano indes nicht feststellen können.
Glas Rotwein

Der Grund für die gesundheitsfördernde Wirkung von Rotwein entstehe durch die Neutralisierung von freien Radikalen, dass beuge der Arteriosklerose vor und schütze so vor Gefäßkrankheiten, lesen wir auf dem Webportal gesundheit.de. Die Ursache für diese vorteilhaften Wirkungen des Rotweins sei vor allem der Inhaltsstoff Phenol: „Phenole gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und sind somit Produkte des Stoffwechsels von Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren“.

Laut Wikipedia sind es aber nur spezielle Rotweine, die den Gesundheitseffekt hervorbringen: „Nach neueren Forschungen haben die hohen Polyphenolgehalte bei einigen wenigen Rotweinen einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. So liefert die Sorte Tannat bei traditioneller Verarbeitung, das heißt bei längerer Gärung mit Schalen und Kernen (drei bis vier Wochen), von allen Rebsorten die höchsten Werte an Polyphenolen, die sich als vorbeugend bei Herz- und Kreislauferkrankungen erwiesen haben. Wegen des hohen natürlichen Gehalts verbunden mit der restlosen Extraktion in den beiden kleinen Anbaugebieten in Frankreich und Sardinien enthält dieser Wein gut viermal soviel Polyphenole wie alle anderen getesteten Rotweine. Als hauptwirksamer Bestandteil wurde Procyanidin identifiziert.“
Eine Widerlegung des positiven Effekts von Polyphenolen auf das Herz-Kreislauf-System existiert scheinbar nicht. Wir können also davon ausgehen, dass uns zumindest bestimmte Weinsorten auch gesundheitlich gut tun.
Alkoholkonsum in ausgewählten Ländern - Grafik nach WHO Bericht

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Mai 04 2011

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Abschiedsstimmung im Bordelais – der Säuerling geht, die Alkoholbombe kommt

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Der Bordeaux-Jahrgang 2010 sei ein Mentekel, schrieb der lang gediente Weinjournalist Mario Scheuermann jüngst in seinem Blog Planet Bordeaux. Nie zuvor habe er einen Jungwein von dieser Qualität gekostet. „In den 35 Jahren, in denen ich bewusst mich mit den Weinen des Bordelais beschäftige, hat sich das Klima und damit auch der Weintypus dramatisch geändert: vom herben, dünnen Säuerling zur konzentrierten süssen Alkoholbombe. Dies geschah nicht weil die Winzer oder Robert Parker das unbedingt so wollten, sondern weil die Natur es möglich gemacht, teilweise sogar erzwungen hat.“
Der Klimawandel bereitet den Bordeaux-Winzern an der Gironde mithin großes Kopfzerbrechen. Ihre Weine werden geliebt ob des herben Genusses, der kräftigen Säure und der oft wuchtigen Tannine, hinter denen sich subtil die nach Cassis duftenden Fruchtnoten der Edeltrauben Cabernet Sauvignon und Merlot entfalten. Mehr Sonne sowie die Klimaerwärmung haben in den letzten Jahren beständig Alkoholgehalt und Fruchtlastigkeit der Bordeaux-Tröpfchen steigen lassen. „Wenn wir nichts unternehmen werden wir nur noch Coca-Cola Weine produzieren“, soll der Saint-Emilion-Winzer Philippe Bardet laut Scheuermann kürzlich entsetzt ausgerufen haben. Bordeaux-Lieberhaber Scheuermann befürchet: „Das Jahr 2010 wird möglicherweise in die Weingeschichte eingehen als das Jahr in dem wir uns von unserer Vorstellung von Bordeaux-Weinen so wie wir sie bisher gekannt haben und schätzen, verabschieden mussten“
cabernet_sauvignon.jpg
Bordeaux-Wein: Vom Säuerling zur alkohollastigen Fruchtbombe?
Die französischen Winzer suchen allerdings händeringend nach Lösungen für ihr Problem. Soll man den Most nach der Weinlese mittels technischer Verfahren entzuckern? Oder gar die Rebsorten wechseln. Diskutiert wird, die klassischen Bordeaux-Trauben Merlot und Cabernet Sauvignen durch Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot zu ersetzen oder zumindest zu ergänzen. Auch über die Mourvèdre-Traube werde bereits nachgedacht, schreibt Scheuermann und seufzt: „Das wäre dann das Ende einer Epoche.“ Für einen alt gedienten Bordeaux-Recken wie ihn muss das wahrlich eine schreckliche Vorstellung sein.

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Nov 03 2010

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Ein 2008er Riesling Kabinett aus dem Hofladen

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2008 Riesling Kabinett trocken
Weingut: Weingut Bohnenstiel
Anbaugebiet: Pfalz, Herxheim am Berg (Weinstraße)
Traube: Riesling
Farbe: Goldgeld
Nase: Zitrone, Mango
Gaumen: Honigmelone, Grapefruit
Nachklang: Apfel, Pfirsich
Alkoholgehalt: 11,5%
Restzucker: 7,1%
Säure: 8%

Auf der Suche nach leckerem Wein empfiehlt es sich, häufiger einmal die zumindest in Norddeutschland verbreiteten Hofläden anzusteuern, die es mittlerweile in jedem zweiten Dörfchen gibt. Oft handelt es sich dabei inzwischen fast schon wieder um kleine Supermärkte, in denen die Landwirte nicht nur ihre eigenen Produkte sondern auch Waren vom Großmarkt anbieten. Wie dem auch sei: Viele Hofläden arbeiten mit einem deutschen Weingut zusammen. Man findet dort also in der Regel eine kleine Auswahl an Rot- und Weißweinen eines inländischen Weinproduzenten. So kommt es, dass inzwischen fast jedes Klein-Hintertupfingen im hohen Norden mit recht brauchbarem Winzerwein versorgt wird. Daher unser Rat an alle niederdeutschen Landeier: Vergesst beim Weinkauf die Supermärkte und haltet euch an die Hofläden.
In Meyers Hofladen, beheimatet im Burgdorfer Ortsteil Otze bei Hannover, werden verschiedene Sorten Wein des Pfälzer Weinguts Bohnenstiel angeboten.
Meyers Hofladen
Meyers Hofladen

Der Bohnenstielssche Betrieb, ein traditionsreiches Familienunternehmen, befindet sich in Herxheim an der Weinstraße; wer will, kann bei Bohnenstiels nicht nur Wein kaufen, sondern in einer Ferienwohnung auch Urlaub machen.
Für den Wein müssen wir jedenfalls nicht extra in die Pfalz fahren, es reicht eine Expedition zu Meyers Hofladen. Von dort haben wir ein Fläschchen des „2008er Rieslings Kabinett trocken“ mitgenommen und anlässlich eines Grünkohlessens verkostet.
Weinberg des Weinguts Bohnenstiel

Im Glas zeigt der Wein eine schöne goldgelbe Farbe und macht mit dem Duft von Mango und Zitrone neugierig. Am Gaumen appellieren seine Aromen an Honigmelone und Grapefruit, um im Nachklang einen Eindruck von Apfel und Pfirsich zurückzulassen. Insgesamt haben wir es mit einem fruchtig-süffigen und weichen Riesling-Kabinett aus der Pfalz zu tun, der sommers wie winters hervorragend zu hellem Fleisch, Fisch, Pasta, Gemüse und Salat passt, oder sich auch einfach nur so wegzechen lässt. Für Grünkohl allerdings werden wir das nächste Mal zu etwas Kräftigerem greifen müssen. Oder Bier trinken.

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Apr 15 2010

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Aus Österreich: Weintipps und Rezepte zum Spargel

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Schon wird auf Märkten, an kleinen Verkaufständen neben den nordeutschen Landstraßen und in den Supermärkten der erste Spargel angeboten. Also wird es auch langsam Zeit, den passenden Wein dafür auszusuchen. Bernhard Fiedler von Bernhard Fiedlers Weinblog weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass die Österreichische Weinmarketingservice Gesmbh (ÖWM) “eine nette Broschüre mit Rezepten und Weintipps produziert” hat. Wagen wir also einen Blick über die Alpen und lassen uns von dem interessanten Heftchen inspirieren, das es übrigens auch als PDF-Download gibt. Und wenn dann der erste Spargel auf unseren Tellern dampft, trinken wir natürlich einen österreichischen Wein dazu.

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Dez 19 2008

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Der richtige Wein zu Weihnachten

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Et geiht op Wiehnachten to, sagte man früher im hannoverschen Land, wenn die Festtage immer näher rückten, der Weihnachtsbaum, meistens eine Fichte, verschnürt hinter dem Haus auf seinen Einsatz wartete und es langsam Zeit wurde, Vorkehrungen für das Weihnachtsessen zu treffen. Et geiht also ok nu up Wiehnachten to, und bevor der Gänsebraten kalt wird, liefert Weinblättchen schnell noch ein paar sachdienliche Hinweise für die Auswahl des richtigen Weines dazu. Zu diesem Zweck haben wir uns einmal umgehört, was einige exponierte Weinhändler aus Hannover und Umgebung ihren Kunden empfehlen.
„Bei einem fettigen Essen wie dem Gänsebraten brauchen Sie einen Wein, der alles in guter Balance hält“, meint etwa Claudio Pellis vom Weinhandel Legro in Langenhagen-Godshorn bei Hannover. “Es muss ein Wein mit kräftiger Säure und kräftigen Tanninen sein, sonst können sie ja gleich Sirup trinken, sagt der italienische Weinexperte.” Claudio Pellis empfiehlt den Babera d’ Alba Superiore doc von Terre Antiche. Der Barbera gehört zu den wichtigsten Weinen in der Region Piemont und steht in dem Ruf, ein fruchtiger und vollmundiger Tropfen mit einer kräftigen Struktur zu sein. Hergestellt wird er zu 100 Prozent aus der Baberatraube. In der Regel muss dieser Wein mindestens 10 bis 12 Monate in Barriques reifen. Der Babera d’ Alba Superiore 2005 ist im Weinhandel Legra für Euro 6,70 zu haben.

„Ein Wein zum Weihnachtsbraten muss auch etwas Festliches sein“, insistiert Andreas Holzendorff, Inhaber von Jacques Weindepot an der Vahrenwalder Straße in Hannover. Grundsätzlich rät Holzendorff zu einem feinen, sanften aber doch fruchtigen Tröpfchen. „Eine generelle Empfehlung lässt sich aber schlecht geben“, sagt der Weinfachmann, es käme schließlich in erster Linie darauf an, was der jeweilige Kunde mag. „Schauen Sie,“ argumentiert er, „wir haben Kunden, die jedes Jahr zu Weihnachten einige Flaschen Gewürztraminer ordern. Erlaubt ist eben, was gefällt!“ Zu guter Letzt lässt sich Andreas Holzendorff aber doch noch zu einer Empfehlung hinreißen. Wer vor Überseeweinen nicht zurückschrecke, der könne beispielsweise zu einem von der Sonne verwöhnten chilenischen Tröpfchen greifen. „Probieren sie es mal damit“, sagt Holzendorff und präsentiert einen Cuvée aus dem chilenischen Colchagua-Tal, der aus den Rebsorten Carmenère und Cabernet Sauvignon kreiert wird. Hacienda Araucano – Clos de Lolol, so die Bezeichnung dieses Weines, dessen 2005er Jahrgang derzeit für Euro 14,85 pro Flasche in Jacques Weindepot zu haben ist.
Ob es zu Weihnachten nun der Babara, ein Gewürztraminer, der Hacienda Araucano – Clos de Lolol oder letztlich doch etwas ganz anderes sein wird, bleibt wie immer jedem selbst überlassen. Unser Tipp: Wer die Qual der Wahl vermeiden will, kann ja gleich alle drei Weinsorten ausprobieren. Zu jedem Gang einen anderen Wein. Wie auch immer: Weinblättchen wünscht frohe Weihnachten!

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Jul 15 2008

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Wein richtig lagern

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Viele Weine können nach dem Kauf noch das eine oder andere Jährchen Lagerung gebrauchen, um zu ihrer vollen Entfaltung zu gelangen. Weintrinker sollten daher einen Ort haben, an dem sie immer einige Flaschen des Rebensaftes richtig lagern können. Ein guter Weinvorrat hat schließlich auch den Vorteil, dass man immer ein passendes Tröpfchen parat hat, falls beispielsweise einmal unangemeldeter aber gern gesehener Besuch kommen oder plötzlich dringend ein Geschenk benötigt werden. Im Weinlager sollten die Tropfen längerfristig erschütterungsfrei ruhen können. Wenn der Wein für einen größeren Zeitraum aufbewahrt wird, müssen Flaschen mit einem Korkverschluss auf jeden Fall liegen, denn sonst trocknet der Kork aus, wird brüchig und schrumpft. Das Ergebnis: Es gelangt mehr Sauerstoff in die Flasche und lässt den Wein schneller altern. Beim Probieren gibt’s dann irgendwann lange Gesichter.

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Foto: Beinsen

Der beste Platz für die Schatzkammer mit den flüssigen Kostbarkeiten ist der dunkle Keller mit einer möglichst gleichbleibenden Temperatur um die zwölf Grad Celsius. Alternativ zum Keller tut es auch ein kühles Schlafzimmer oder ein Kühlgerät mit unterschiedlichen Kühlzonen.
Wird der Rebensaft serviert, sollte ein Rotwein vorher etwa eine halbe bis eine Stunde dekantiert werden. Ist kein Dekanter zur Stelle, kann man die Flasche auch eine Weile vor dem Trinken öffnen und dem Rebensaft so Gelegenheit geben, an der Luft seine Aromen zu entfalten.
Weißweine sollten mindestens ein Stündchen vor dem Trinken im Kühlschrank verbringen.
Zum Wohl!

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Jun 28 2008

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“Das Blut der Erde” – Griechischer Wein

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In einem seiner bekanntesten Lieder huldigte der Schlagersänger Udo Jürgens vor gut 30 Jahren dem griechischen Wein: „Griechischer Wein ist wie das Blut der Erde“, schnulzte er seinerzeit in die Mikrofone und landete damit einen seiner größten Hits. Darin ging es allerdings weniger um den Rebensaft aus dem Balkanstaat als vielmehr um die Einsamkeit griechischer Migranten – damals noch Gastarbeiter genannt – im fremden Deutschland.


Udo Jürgens: Griechischer Wein

So süßlich-schmalzig wie Udo Jürgens Remineszensen an das „Blut der Erde“ sich anhören, schmeckt leider oft auch der Wein beim Griechen um die Ecke. Um wirklich einmal ein Lokal mit einem guten Tropfen zu finden, muss man schon lange suchen: Üblicherweise wird einem hier eher eine süßliche Flüssigkeit mit dem Bouquet von Fanta oder Pepsi Cola serviert. Ansonsten verbinden viele mit griechischem Wein zunächst ihre mehr oder weniger genussvollen Retsina-Erfahrungen; jenes harzige und bittere Getränk, das sich in den siebziger Jahren bei Griechenland bereisenden Rucksacktouristen und Aussteigerfreaks recht großer Beliebtheit erfreute.

Wen wundert es also, dass das „Blut der Erde“ nicht gerade unter den Top 10 auf der Beliebtheitsskala der meisten Weinfreunde rangiert. Dabei gehört Griechenland zu den ältesten Weinanbaugebieten der Welt, dessen Tradition sich bis in die Antike nachweisen lässt. Von den über 300 einheimischen Rebsorten werden einige bereits seit mindestens 3000 Jahren angebaut. Und mit seinem milden Klima und den vielen Sonnentagen im Jahr hat Griechenland die besten Voraussetzungen für kräftige und harmonischer Weine.

Immer mehr griechische Winzer gehen heute dazu über, hochwertige Weine zu erzeugen.

Sie wollen von dem Ruf weg, nur Retsina, süßen Samoswein und lieblichen Rotwein keltern zu können. Der Rückzug in höher gelegene, kühlere Gebiete in Verbindung mit modernisierten Anbaumethoden und der Kultivierung von roten Qualitätsreben hat in den vergangenen Jahren hervorragende Weine entstehen lassen. Das zentrale Weininstitut in Athen trägt Sorge, dass sich die griechische Weinwirtschaft in puncto Qualität zielstrebig weiterentwickelt (Wikipedia).

Es macht also Sinn, sich vom Retsina-Trauma und Pepsischock zu erholen und das Weinland Griechenland neu zu entdecken. Wer sich auf den Weg machen will, findet interessante Informationen unter Griechischer-Wein.eu .

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Mrz 04 2008

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Terroir – Wechselwirkung zwischen Mensch und Rebe

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wine31.jpgAuf die Frage, was es mit der Bezeichnung Terroir auf sich und was der Begriff mit Wein zu tun habe, kann Andrea Bauer Auskunft geben. Schließlich ist sie Expertin für Weinbau am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Neustadt an der Weinstraße (DLR): „Terroir ist eine erfassbare sensorische Dimension der Wechselwirkung zwischen Rebe, Boden und Topographie, die keinesfalls losgelöst vom Menschen ist”, erklärte die Wissenschaftlerin kürzlich einer Gruppe von Winzern aus der Region. Aha!
Dieses Zitat jedenfalls wählte der Redakteur der lokalen Allgemeinen Zeitung, um seinen Lesern die Quintesence von Andrea Bauers Ausführungen nahe zu bringen.
Andächtig lauschten ihr etliche Anfang März auf dem Weingut Karl Barth zusammen gekommene Weinbauern, um nicht den Anschluss an die neusten Trends ihrer Zunft zu verpassen.
Wer dabei noch Schwierigkeiten gehabt haben sollte, Bauers Ausführungen zu folgen, hätte vorher vielleicht den französischen Winzer Bruno Prats, Besitzer des Château Cos d’Estournel im Médoc fragen sollen: „Der ganz und gar französische Begriff Terroir erfasst alle natürlichen Voraussetzungen, die die Biologie des Weinstocks und demzufolge die Zusammensetzung der Traube selbst beeinflussen. Terroir ist das Zusammentreffen von Klima, Boden und Landschaft, das Zusammenwirken einer unendlichen Anzahl von Faktoren: Nacht- und Tages-Temperaturen, Niederschlags-Verteilung, Sonnenschein-Stunden, Hangneigung und Boden-Durchlässigkeit, nur um einige wenige zu nennen. Alle diese Faktoren reagieren miteinander und bilden in jedem einzelnen Teil eines Weinbaugebietes das, was der französische Winzer Terroir nennt (Quelle: Wikipedia).“
Damit zukünftig auch der pfälzische Winzer dieses schöne Wort in seiner Marketingstrategie verwenden kann, führt das DLR in Neustadt einige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Terroir durch. Für den Endverbraucher gäbe es zum Thema indes noch einigen Erklärungsbedarf, meinte Andrea Bauer laut Allgemeiner Zeitung. Zu den in der Allgemeinen Zeitung wiedergegebenen Erklärungen von Bauer auch, mag der eine oder andere Leser dieses Blatts bei sich gedacht haben.
Eine klare Erkenntnis gab Bauer ihren Zuhörern jedoch unstrittig mit auf den Weg: Der Boden habe eine große Auswirkung auf den Geschmack des Weines. Ob man diesen Weg der Vermarktung indes gehen wolle, müsse jeder für sich entscheiden.
Nun, das wollen wir doch hoffen, dass die pfälzischen Winzer den Weg des Geschmacks gehen, möchte man der Weinexpertin und ihrem Berichterstatter entgegnen. Was lehrt uns am Ende das Ganze? Die Franzosen haben nicht nur die besseren Weine, sondern auch die besseren Wörter. Und können sie am Ende auch noch gut erklären! Chapeau!
Quelle: Allgemeine Zeitung

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Jan 26 2008

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Wein wie Sauerbier

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Weinkellerei in Telawi
Weinkellerei in Telaw

Die Republik Georgien war neben Moldawien dereinst Hauptweinlieferant der Sowjetunion, die Anfang der neunziger Jahre zerbrach. Danach ging es mit dem Wein in dem jetzt selbstständigen Land rapide bergab. Obwohl die georgischen Winzer ihren Wein inzwischen anbieten wie Sauerbier, will der frühere Hauptabnehmer Russland ihn partout nicht mehr haben. Im März 2006 verhängte der ehemalige Handelspartner sogar einen Einfuhrstopp auf den Rebensaft aus der Kaukasusrepublik, weil dieser angeblich zu stark mit Schwermetallen und Pestiziden belastet sei. Da nutzt es den Georgiern auch nichts, den Chef der obersten russischen Verbraucherschutzbehörde, Gennadi Onitschenko, immer wieder zur Inspektion der Produktionsbedingungen einzuladen. Der hat hartnäckig auf Durchzug geschaltet: An ihn habe sich bisher niemand gewandt, ließ er noch im Januar verlauten. Das geht schon seit längerem so, Monat für Monat, berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti.
Der eigentliche Grund für die russische Verweigerungshaltung dürfte politischer Natur sein. Seitdem im Jahr 2003 nach monatelangen heftigen innenpolitischen Konflikten eine prowestliche Regierung die Macht in Georgien ergriffen hat, sind die Beziehungen zu Moskau zunehmend schlechter geworden. Wegen den von Moskau unterstützen Sezessionstendenzen der abtrünnigen Landesteile Abchasien und Südossetien stand es damit ohnehin nicht zum Besten.

Weinbau in Georgien
Weinbau in Georgien

Der Weinanbau in Georgien reicht einige Tausend Jahre zurück. Das Land gilt daher als eines der ältesten Weinanbaugebiete der Welt.

Wein aus Geogien gibt es im Weinhaus Tblissi in Hannover – hier klicken

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